Ganz anders Dalin:

Alles neue wird untersucht und wenn sie sich nicht sicher ist, wird es erst einmal verbellt. Anschließend setzt sie sich hin und wartet ab, was passiert. "Nichts? Na gut, dann gehen wir wieder hin und prüfen das ganze mal genauer."

Im Ernstfall weiß sie sicher, dass sie uns "im Rücken" hat...

Fortsetzung von Seite 4

Auch für eine kleine Süssemaus, wie unsere Dalin begann irgendwann der Ernst des Lebens. Nachdem sie ja bei Michaela schon bestens auf die kleinen "Gefahren" des Lebens vorbereitet war, ging es nach ungefähr einer Woche im neuen Zuhause weiter. Hier allerdings wurden die "Gefahren" dann schon etwas ernsthafter. Nun ist Dalin ja nicht gerade ängstlich und meisterte eigentlich alles ziemlich gelassen. Auch wenn das für einen 11 Wochen alten Welpen eigentlich normal sein sollte, wenn er gut vorbereitet wird, wissen wir doch aus eigener Erfahrung, dass diese Vorbereitung bei weitem nicht bei jeden Züchter so ernst genommen wird, wie bei Michaela Horn-Pivotti. (Unsere Linda, damals 20 Wochen alt, hatte sogar Angst vor einem Hydranten, als sie zu uns kam. Und der bewegt sich nun absolut nicht...)

Dalin wurde von uns aber auch wirklich überallhin "mitgeschleppt". Sie musste an der Hauptstraße an der Leine spazierengehen, um Lkws, Traktoren und Müllwagen kennenlernen, Rolltreppe und Fahrstuhl fahren (hierfür ist der Fußgängertunnel des Nord-Ostsee-Kanals besonders geeignet), Restaurantbesuche absolvieren, Stadt-spaziergänge machen (meistens noch auf dem Arm) und wer weiß, was noch alles.

Selbst wenn sie mal wegen eines großen Geräusches stark erschrickt, dauert die "Flucht" höchstens 3 Meter, dann folgt eine Kehrtwendung und das ganze wird untersucht. Noch mutiger ist sie allerdings, wenn Naddel, Bertha oder Hartmut dabei sind. Dann nur für ein paar Sekunden zwischen die Beine und ab geht's wieder, in Richtung "Ungeheuer". Beim zweiten Anlauf ist dann schon alles wieder in bester Ordnung.

Tja, gut behütet lässt sich Welt eben gut erkunden...

Auch ganz allein bleiben muss sie jeden Morgen, wenn wir mit Naddel eine große Runde drehen. Dann jammerte sie anfangs ungefähr eine halbe Minute und anschließend legte sie sich zum Schlafen unter "ihre" Bank in der Küche. Dieser Platz unter der Bank gehört ihr zwar nicht allein (Mama Naddel beansprucht von dieser "Höhle" den weitaus größeren Teil) aber es ist ihr absoluter Lieblingsplatz. Mal sehen, wie's wird, wenn der Platz nicht mehr für beide ausreicht. Dann wird sie sich sicher etwas neues suchen müssen ...

Our Bobtails

von Bertha & Hartmut Kunst