So gingen wir also ins "Futterhaus", um ein Geschirr für Naddel auszusuchen, bzw. anzuprobieren (Dalin hatte ja schon eines, hätte aber sicher bei der Gelegenheit etwas anderes gekauft, wenn sie Geld dabei gehabt hätte). ;-))

Das Geschirr behielt sie nach dem Kauf auch gleich an und es ist tatsächlich schon beim Verlassen des Geschäfts spürbar besser gegangen. Zumindest hatten wir das vielleicht etwas subjektive Gefühl.

Nein wirklich, in den nächsten Tagen haben wir das Geschirr immer mal wieder ausprobiert, allerdings nur, wenn wir uns in "stressigere Situationen" begeben haben. Es ist wirklich so, dass sie am Geschirr dann besser geht, als am Halsband, und es ist mit Sicherheit in derartigen Situationen die schonendere Lösung.

Our Bobtails

von Bertha & Hartmut Kunst

Fortsetzung von Seite 2

Zunächst einmal haben wir dann entschieden, dass Naddel ebenfalls ein Geschirr bekommen sollte. Dieses würde ihr sicher eine gewisse Sicherheit geben können, da neben den Einflüssen, die sie nervös machten, nicht auch der Stress mit der Luftknappheit durch das ständige Ziehen hinzukommt. Darüberhinaus ist das Ziehen an der Leine doch eine ziemliche Belastung der Halswirbel, was wir damit ebenfalls vermeiden konnten.

Naddel und Autofahren, das ist wohl schon legendär. ...Wann immer wir zu einem Spaziergang aufbrechen, ist ihr erster Zwischenstop an der Heckklappe eines unserer Autos. Autofahren liebt sie eben ganz besonders. Wir sind eigentlich davon überzeugt, dass man, wenn man sie glücklich machen will, einfach die Klappe öffnet und sie würde da wohl den ganzen Tag liegen und warten, dass es endlich losgeht.

Dabei zeigt sie ihre Begeisterung zwar sehr deutlich, entgegen den Warnungen von Michaela verhält sie sich aber dennoch sehr gesittet.

Das liegt mit ziemlicher Sicherheit an der fehlenden Konkurrenz.

Dalin hat sie diesbezüglich wohl noch nicht auf der Rechnung....

Wir möchten aber an dieser Stelle noch einmal betonen, in "normalen" Situationen läuft Naddel einwandfrei und völlig ohne Ziehen an der Leine und lässt sich auch sehr leicht führen.

Wenn wir bei uns im Dorf spazierengehen und sie an der Hauptstraße angeleint ist, kann in zwei Metern Abstand ein Omnibus an uns vorbeifahren, ohne ihr Interesse auch nur im geringsten auf sich zu lenken. Wenn es irgendwie geht, läuft sie ohnehin ohne Leine neben uns her.

Unruhig wird sie eigentlich immer dann, wenn etwas völlig ungewöhnliches, wie zum Beispiel das Geräusch beim Entleeren eines Altglascontainers, auf sie eindringt.

Dies wollen wir aber nicht überbewerten, da es wohl nur verständlich ist.